FG Kinder und Jugendliche

Die FG Kinder und Jugendliche im Deutschen Netzwerk für Versorgungsforschung wurde auf Beschluss des Vorstands der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) im Jahre 2014 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Netzwerk für Versorgungsforschung gegründet.
 
Ziele und Aufgaben

Die FG versteht sich als Kristallisationspunkt und Fokus für Versorgungsforschung in allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin.

Bereits bei der Gründungsversammlung waren Mitglieder aus den Bereichen Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, ambulante Pädiatrie/ Berufsverband sowie aus vielen unterschiedlichen Bereichen der Kinderheilkunde und Jugendmedizin präsent.

Außerdem hatten Vorstandsmitglieder des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung e. V. Einfluss auf Ideenfindung und die ersten Schritte zur Operationalisierung der Arbeit.

Aktivitäten der FG
  • Initiierung und Koordination eines Scoping Reviews und eines Positionspapiers zur Versorgungsforschung für Kinder und Jugendliche.
  • Durchführung von Symposien und Workshops bei den Kongressen für Versorgungsforschung, Kinder- und Jugendmedizin und Epidemiologie.
  • Multiplikatorenfunktion für Mitglieder in allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin, um Versorgungsforschung im Fachgebiet weiter bekannt zu machen und gemeinsame Projekte anzustoßen und zu unterstützen.
  • Mitarbeit und Vorschlagsfindung für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit, das vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) initiiert wurde.
DNVF Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche

Die guten Erfahrungen mit der Ausschreibung und Auszeichnung von Leuchtturmprojekten für Studien der Versorgungsforschung aus dem Fachgebiet Kinder und Jugendliche hat das DNVF bewogen, jährlich einen DNVF Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche auszuschreiben. Die Ausschreibung und Auswahl der Preisträger:innen wird durch die DNVF Fachgruppe Kinder und Jugendliche organisiert.

Zum dritten Mal wird 2026 der Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche vom DNVF und der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) ausgeschrieben. Alle interessierten Versorgungsforschenden sind aufgerufen, Projekte einzureichen, die den medizinischen Alltag, die Versorgungsqualität, die Organisation, die Steuerung und Finanzierungsfragen der Kranken- und Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen untersuchen. Eine Wiederbewerbung mit Projekten ist ebenfalls möglich. Die Ausschreibung und Auswahl der Preisträger:innen wird durch die DNVF Fachgruppe Kinder und Jugendliche organisiert. Beiträge können bis zum 10.04.2026 an info@dnvf.de eingereicht werden. Link zur Ausschreibung

Zum zweiten Mal wurde 2025 der Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche vom DNVF und der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) ausgeschrieben. 2025 wurde der Preis an zwei Gewinner:innen vergeben.
Ilona Renner (Nationales Zentrum Frühe Hilfen im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit) und ihr Team erhielten den Preis für das Projekt „Pädiatrie und Frühe Hilfen: Evaluation einer komplexen Intervention zur sektorenübergreifenden Versorgung psychosozial belasteter Familien (PATH)“. Das PATH-Projekt (Pediatric Attention to Help) untersuchte die Umsetzung der PATH-Intervention in Baden-Württemberg. Diese hat als Ziel, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Kinderarztpraxen und der Kinder- und Jugendhilfe zu verbessern.
Ebenso erhielten Dr. Ekaterina Aleshchenko (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und ihr Team den Preis für das Projekt „VersKiK – Versorgung, Versorgungsbedarf und -bedürfnisse von Personen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter.“ Das VersKiK-Projekt nutzte die datenschutzkonforme Verknüpfung von Kinderkrebsregister-, Therapie- und GKV-Abrechnungsdaten, um eine Bedarfsanalyse bei ehemals an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen zu erstellen.

Zum ersten Mal wurde 2024 der gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. und dem DNVF gestiftete Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche vergeben. Den Preis erhielt stellvertretend für die Autor:innengruppe Dr. Andrea Petermann-Meyer für die hervorragende Arbeit „Familien SCOUT: Studie zur Wirksamkeit einer neuen Intervention für Familien mit minderjährigen Kindern und elterlicher Krebserkrankung“. Ziel des Projekts ist die Implementierung und Evaluation einer komplexen psychosozialen Beratung, Information und Betreuung auf emotionaler, psychosozialer und kommunikativer Ebene während und nach der und kommunikativen Ebene während und nach der Krebserkrankung und über die verschiedenen Gesundheitssektoren hinweg, die Teil der Regelversorgung werden soll.

 

 

Sprecherin und Stellv. Sprecherin der FG